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Wissen / Pinbelegungen

Arduino Uno R3.

Pinbelegung, Stromversorgung und Schnittstellen des Arduino Uno R3 mit ATmega328P.

Erstveröffentlichung · 24. September 2016

Der Arduino Uno R3 bietet digitale Ein- und Ausgänge, sechs Analogeingänge und Anschlüsse für UART, SPI und I²C. Diese Übersicht erklärt die Pinleiste, die Stromversorgung und die wichtigsten Zusatzfunktionen. Sie gilt für den klassischen Uno R3 mit ATmega328P.

Arduino Uno R3 mit beschrifteten Digitalpins D0 bis D13, Analogpins A0 bis A5, Versorgung, UART, SPI, I²C und PWM-Markierungen.
Originalabbildung des Uno R3. Korrektur zur gelben AVR-Beschriftung: D13 / SCK entspricht PB5, nicht PB6. Die Pin-Tabelle enthält die korrigierte Zuordnung. In voller Grösse öffnen ↗

Technische Daten

Mikrocontroller
ATmega328P
Betriebs- und Logikspannung
5 V
Taktfrequenz
16 MHz
Digitale I/O
14: D0 bis D13
PWM-Ausgänge
6: D3, D5, D6, D9, D10 und D11
Analogeingänge
6: A0 bis A5; 10-Bit-ADC mit Werten von 0 bis 1023
Echte Analogausgänge
Kein DAC; analogWrite() verwendet PWM an den PWM-Pins
Flash / SRAM / EEPROM
32 kB / 2 kB / 1 kB; 0,5 kB Flash für den Bootloader
USB-Anschluss
USB Typ B für Programmierung und 5-V-Versorgung
Externe Versorgung
Empfohlen: 7–12 V DC über die Hohlsteckerbuchse oder VIN
Strom pro I/O-Pin
20 mA laut Arduino-Boardspezifikation; zusätzliche Gesamt- und Portgrenzen beachten
3,3-V-Ausgang
Maximal 50 mA

Anschlüsse und Pinbelegung

Arduino Uno R3: Anschlussübersicht
Board-PinATmega328P / SignalFunktion
D0PD0 / RXDigitaler I/O; UART-Empfang
D1PD1 / TXDigitaler I/O; UART-Senden
D2PD2 / INT0Digitaler I/O; externer Interrupt
D3PD3 / INT1Digitaler I/O; PWM; externer Interrupt
D4PD4Digitaler I/O
D5PD5Digitaler I/O; PWM
D6PD6Digitaler I/O; PWM
D7PD7Digitaler I/O
D8PB0Digitaler I/O
D9PB1Digitaler I/O; PWM
D10PB2 / SSDigitaler I/O; PWM; SPI-Geräteauswahl
D11PB3 / MOSI / COPIDigitaler I/O; PWM; SPI-Daten zum Peripheriegerät
D12PB4 / MISO / CIPODigitaler I/O; SPI-Daten vom Peripheriegerät
D13PB5 / SCKDigitaler I/O; SPI-Takt; integrierte LED
A0 / D14PC0 / ADC0Analogeingang oder digitaler I/O
A1 / D15PC1 / ADC1Analogeingang oder digitaler I/O
A2 / D16PC2 / ADC2Analogeingang oder digitaler I/O
A3 / D17PC3 / ADC3Analogeingang oder digitaler I/O
A4 / D18PC4 / ADC4 / SDAAnalogeingang, digitaler I/O oder I²C-Daten
A5 / D19PC5 / ADC5 / SCLAnalogeingang, digitaler I/O oder I²C-Takt
IOREF5-V-Referenz für ShieldsZeigt die Betriebsspannung der Board-I/O an
AREFAnalogreferenzExterne Referenz für den ADC bei passender Konfiguration
RESETPC6 / RESETLOW löst einen Neustart aus
3.3V3,3 VGeregelter Ausgang, maximal 50 mA
5V5 V5-V-Versorgungsschiene; verfügbare Stromstärke hängt von der Versorgung ab
GNDMasseGemeinsames Bezugspotenzial
VINExterne EingangsspannungVersorgungseingang vor dem 5-V-Regler; empfohlen 7–12 V
SDAWie A4 / D18Zusätzlicher Anschluss desselben I²C-Datensignals
SCLWie A5 / D19Zusätzlicher Anschluss desselben I²C-Taktsignals
NCNicht verbundenReservierter Anschluss neben IOREF
ICSP (ATmega328P)MISO, 5 V, SCK, MOSI, RESET, GNDSechspolige Schnittstelle für ISP-Programmierung und SPI

PWR IN, USB und VIN

Die Hohlsteckerbuchse nimmt ein externes Gleichspannungsnetzteil mit Pluspol innen auf. Alternativ lässt sich der Uno über USB Typ B oder VIN versorgen. VIN liegt vor dem Spannungsregler; bei Versorgung über die Buchse kann dort die Eingangsspannung abzüglich des Spannungsabfalls am Schutzpfad anliegen. VIN ist kein geregelter 12-V-Ausgang. Eine Einspeisung über 5V oder 3.3V umgeht den Regler und wird von Arduino nicht empfohlen.

Reset, IOREF und AREF

Der Reset-Taster startet das Programm neu. Dasselbe bewirkt ein LOW-Pegel am RESET-Pin. IOREF informiert kompatible Shields über den I/O-Spannungspegel. AREF dient einer externen Analogreferenz; vor dem Anlegen einer externen Referenz muss die Analogreferenz-Konfiguration dazu passen.

Analogeingänge A0 bis A5

analogRead() misst eine Spannung mit 10 Bit Auflösung und liefert Werte von 0 bis 1023. Standardmässig bezieht sich die Messung auf die 5-V-Versorgung. A0 bis A5 können auch als digitale Pins D14 bis D19 verwendet werden. Sie sind am Uno R3 keine PWM-Ausgänge und liefern keine echte analoge Ausgangsspannung.

Digitale I/O und PWM

D0 bis D13 lesen oder setzen digitale Pegel. Hardware-PWM steht auf D3, D5, D6, D9, D10 und D11 bereit. analogWrite() verwendet dort Werte von 0 bis 255 für das Tastverhältnis. Das Signal schaltet weiterhin zwischen LOW und HIGH; damit lässt sich beispielsweise eine LED mit Vorwiderstand dimmen.

SPI: SCK, MISO, MOSI und SS

SPI nutzt D13 für den Takt, D12 für MISO und D11 für MOSI. D10 ist der Hardware-SS-Anschluss. Die Daten- und Taktleitungen liegen ebenfalls am ICSP-Header des ATmega328P. Mehrere Geräte teilen sich diese Leitungen und erhalten jeweils eine eigene Chip-Select-Leitung.

I²C: SDA und SCL

I²C verbindet adressierte Geräte über eine gemeinsame Daten- und Taktleitung. SDA liegt auf A4 / D18, SCL auf A5 / D19. Die zusätzlich mit SDA und SCL beschrifteten R3-Anschlüsse führen dieselben Signale und bilden keinen zweiten I²C-Bus.

UART: TX und RX

D0 ist RX für den Empfang, D1 ist TX zum Senden. Beide Leitungen werden auch für die serielle USB-Verbindung beim Programmieren verwendet. Angeschlossene Geräte können deshalb einen Upload stören. Die Pins führen 5-V-Logik und sind kein direkter RS-232-Anschluss.

Technische Referenzen